Warum Winterreifen im Sommer nicht sicher sind

Viele Autofahrer benutzen nach dem Ende der Wintersaison weiterhin Winterreifen für ihre Autos. Dabei kennen sie die möglichen Gefahren nicht. In den meisten Fällen wollen die Fahrer abgenutzte Winterreifen in den Sommer retten und dann so lange wie möglich durchfahren. Was dabei gern vergessen wird: Die Winterreifen sind nicht für die Straßenverhältnisse im Sommer ausgelegt und verringern unter warmen Bedingungen die Sicherheit beim Autofahren.

Wenn Sie Winterreifen im Sommer nutzen, wird die Gefahr von Aquaplaning drastisch erhöht, die Traktion auf nasser Fahrbahn verschlechtert, Lenkreaktion verlangsamt, und die Stabilität im Fahrverhalten des Autos im Vergleich zu guten Sommerreifen deutlich reduziert. Angesichts des häufig vorkommendem Wechsels des Sommerwetters führen Winterreifen auch zu einem schlechten Handling für den Fahrer. Die Gummimischung, die in Winterreifen verwendet wird, ist weicher als die in Sommerreifen. Dies führt dazu, dass vor allem in warmen Sommermonaten die Risiken in der relevanten Fahrsicherheit deutlich steigen.

Im Sommer schwimmen Winterreifen

Die wichtigsten Sicherheitsmerkmale für Sommerreifen sind gute Traktion auf nasser Fahrbahn und Verringerung des Aquaplaning. Die weichere Gummimischung und eine markante Profilgestaltung von Winterreifen haben einen negativen Einfluss auf die Reifenhaftung auf nasser Fahrbahn. Dies bedeutet, dass bei einem Auto mit Winterreifen im Sommer bei Aquaplaning schon bei wesentlich geringerer Geschwindigkeit beginnen, nicht mehr sicher genug zu sein, als mit dem Wechsel auf neue Sommerreifen mit hoher Reifenqualität. Vergleichen lassen sich Handhabung, Stabilität und Haltbarkeit von Winterreifen mit abgenutzen oder schlechten Sommerreifen.

Dabei spielt es auch keine Rolle, ob im Sommer solche Winterreifen gefahren werden, die für ungünstige klimatische Bedingungen, speziell für den Einsatz auf Eis, und Schnee und unter starken Temperaturschwankungen – wie skandinavische Fabrikate – ausgelegt sind oder Winterreifen für mitteleuropäische Bedingungen für „warme“ Winter mit viel Niederschlägen, Graupelschauern, und nur wenig eisige Temperaturen.

Aquaplaning verringern mit sicheren Sommerreifen

Skandinavische Winterreifen, die für alpine und nordische Winter entwickelt wurden, zeigen im Sommer erhebliche Schwächen auf der Straße. Wegen ihres geringen Grip können sie für Schwierigkeiten beim Bremsen sorgen. Die Unterschiede zwischen Sommer- und Winterreifen zu Sommer-Bedingungen zeigen sich deutlich bei der Geschwindigkeit, ab der Winterreifen auf nasser Straße deutlich Anzeichen von Aquaplaning zeigen.

Bremswegvergleich Sommerrreifen Ganzjahresreifen Winterreifen Touring Club Suisse

– Quelle: Reifenqualität – Ich fahr auf Nummer Sicher!

Wir empfehlen auf jeden Fall, im Sommer auf Sommerreifen zu wechseln und im Winter Winterreifen aufziehen zu lassen, da diese Reifen weich und für den Einsatz auf Schnee und Eis hinsichtlich des Reifenprofils und der Laufflächenmischung optimiert sind.

Reifendruck und Profiltiefe sind das A & O

Um mit Sommerreifen die beste Performance beim Autofahren zu erhalten, sollten Fahrer regelmäßig den Reifendruck und die Abnutzung anhand der Profiltiefe überprüfen. Wenn die Profiltiefe eines Reifens weniger als vier Millimeter beträgt, ist fester Grip auf nasser Fahrbahn nicht mehr gewährleistet und das Aquaplaning-Risiko deutlich erhöht. Bei abgefahrenen Reifen mit einer Profiltiefe von 1,6 Millimetern und realistischen fünf Millimetern Wasserfilm auf der Strecke kann Aquaplaning bereits bei einer Geschwindigkeit unter 80 km/h auftreten, während dies bei neuen Reifen bei über 90 km/h liegen kann.

Mit stark beanspruchten Reifen verschleißen die Antriebsräder schneller. Und den Verschleiss auszugleichen, sollten pro Saison die Vorder- und Hinterreifen getauscht werden, weil diese sich sonst ungleichmäßig abnutzen können. Selbst, wenn auf der Außenschulter noch sichere sechs Millimeter Profiltiefe vorhanden sind, kann der Reifen innen bereits abgefahren sein. Dies kann dazu beitragen, dass ein Stoßdämpfer dauerhaft beschädigt wird, ähnlich den Einwirkungen, die bei einer falschen Spureinstellung übertragen werden.

Check vor Urlaubsreisen mit dem Auto

Bevor Sie in Urlaub fahren, sollten Fahrer einen kurzen Blick auf die Reifen des Autos werfen. Der richtige Reifendruck, der dem Gesamtgewicht entsprechen sollte, gewährleistet ein gutes Handling, Gleichgewicht, Komfort und geringen Rollwiderstand. Wenn der Reifendruck unter einen bestimmten Wert sinkt, kann sogar dafür sorgen, dass ein Reifen platzt. Ganz sicher wird dies aber den Kraftstoffverbrauch erhöhen und zu einem viel schnelleren Verschleiss sorgen als vorgesehen.

Vor einer Reise sollte der Druck eines kalten Reifens gemessen werden. Informationen darüber, wie der korrekte Reifendruck eines Fahrzeug ist, sind in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs, auf einem Aufkleber an der Fahrertür, im Handschuhfach oder auf der Tankklappe des Kraftstofftank zu finden. Darüber hinaus ist es angebracht, vor einer langen Autoreise die Profiltiefe zu messen und es sollten nicht weniger als drei Millimeter sein. Je geringer die Tiefe der Lauffläche, desto gefährlicher wird Wasser zwischen der Lauffläche und desto höher wird die Gefahr von Aquaplaning. Darüber hinaus ist bei älteren Reifen der Bremsweg auf nasser Fahrbahn erheblich länger.

Sparsame Reifen fahren statt am Reifen sparen

Manche Sparfüchse glauben, dass es möglich ist, die Betriebskosten für ein Auto zu reduzieren, wenn sie im Sommer weiterhin auf Winterreifen fahren. Je wärmer es wird, desto mehr wärmer wird auch der Asphalt. Umso länger wird der Bremsweg von Winterreifen und desto geringer wird die Chance auf bessere Handhabung und Rollwiderstand – und damit der Kraftstoffverbrauch. Wenn die Reise mit dem Auto ins Ausland geht, kann in einigen Ländern die Verwendung von Winterreifen in der warmen Jahreszeit gegen das Gesetz verstoßen und mit einer Geldbuße geahndet werden.

Eiskalt: Mit Bridgestone auf Winterreifen-Safari in Lappland

Winterreifen Winter Reifen Reifenwechsel 2014 Lappland FinnlandSo sehr ich mich auch anstrenge: Nichts zu hören. Dabei habe ich gerade erst den Start-Stop-Knopf des kernigen Toyota RAV4 betätigt, um den surrenden Motor des SUV abzustellen. Die Szene vor der Windschutzscheibe, die mit feinen Eiskristallen bedeckt ist, schimmert bläulich. Das wenige Sonnenlicht der angebrochenen Polarnacht wird von Schnee bis zum Horizont reflektiert, der von Reifenspuren durchzogen ist und nun das blanke, schwarze Eis sichtbar wird, als hätte ein kleiner Riese mit einem schwarzen Malstift auf ein großes weißes Blatt gekritzelt. In der Ferne sehe ich schwach die Silhouetten des schwarzen und weißen GT86 über die Schneepiste flitzen. Die Scheinwerfer der Sportcoupés tasten sich wie leuchtende Finger über den stellenweise tief zugefrorenen See – solange die Winterreifen greifen.

Überhaupt: Der See Pasasjärvi, diskret gelegen auf Privatgelände, das sich nach einer halben Stunde verwegener Autofahrt über hügelig-kurvige Pisten fernab der dünn gestreuten Zivilisation in der Gemeinde Ivalo im Nordosten von Lappland erstreckt, verschneit und einsam mitten im Wald.

Reifen-Check extrem – nördlich vom Polarkreis in tiefer Polarnacht

Dabei haben wir Eisfahrer – nicht zu verwechseln mit den „Ice Truckern“ – die Szenerie auf Anhieb für uns entdeckt und ins Herz geschlossen: das moderne und doch traditionell gestaltete Holzhaus mit der wuchtigen Halle und dem behaglich knisternden, raumfüllend wärmenden Kamin, den bärtigen „Eismeister“ Vasant, der bei Eintritt der Dunkelheit unermüdlich Schnee in Mengen eines Einfamilienhauses mit seinem Schaufelbagger hin und herbewegt, tagsüber regelmäßig in seinem bulligen Pick-up vorbeischaut, um sicherheitshalber bei jedem wärmeren Lüftchen die Eisdicke mit seinem Spiralbohrer auszuloten.

Bereits den zweiten Nachmittag sind wir mit 8 Fahrerinnen und Fahrern auf dem verborgenen Testgelände nördlich des Polarkreises unterwegs. Zwei Tage, die uns – einmütig – wie zwei Wochen vorkommen. So dicht gepackt haben unsere, mit jahrelanger Finnland-Erfahrung ausgestatteten Reiseleiter – Scouts aus der Pfalz (!) -das Tundra-Programm der Testwoche in Eis und Schnee.

Winterreifen-Härtetest: Slalom – Lastwechsel – Bremsen

Auf dem weiträumigen, mit Eis und Schnee bedeckten Areal, was in Deutschland allmählich kaum noch vorkommt, reihen sich Tests zur Beschleunigung und Bremsen aneinander, abgewechselt von anspruchsvollen Slalomkursen. Spürbar für alle sind besonders die Erfahrungen im Handling, Seitenführung und Traktion der Reifen, zum besseren Vergleich zwischen den Winterreifen Bridgestone Blizzak LM-32 bzw. Bridgestone Blizzak LM-32S und solcher Bereifung, die lediglich das M+S Zeichen hat.

Ununterbrochen fahren, bremsen, sliden und – ja, auch das passiert – rutschen, wir über eine schneebedeckte Fläche, die auf den Navigationssystemen blau eingefärbt ist und keinerlei Straßen ausweist – geografisch befinden wir uns die längste Zeit des Tages im Auto auf dem Wasser. Dabei ist es in Finnland es eigentlich nichts Besonderes, im „Land der tausend Seen“ (genauer: 187.888 Seen größer als 500 Quadratmeter), in dem Boote neben Autos klar das Mittel zur Wahl zur allgemeinen Fortbewegung sind.

Die anderen Testfahrer sind unermüdlich und mit großer Begeisterung dabei, auf dem spiegelglatten Untergrund die Unterscheide zwischen den neuen Winterreifen und vergleichsweise aufgezogenen Sommerreifen zu erkunden. Dafür sorgt nicht zuletzt Rallye-Weltmeisterin Isolde Holderied, zugleich Toyota-Markenbotschafterin, die als Expertin mit Ratschlägen in ruhiger, sympathischer Art unterstützt, ohne dabei verbal und physisch in Lenkrad und Schaltvorgänge einzugreifen. Und wenn sie gerade nicht mit im Wagen sitzt, helfen wir uns untereinander gegenseitig.

Immerhin sind wir über Stunden auf der eisigen, mit Pilonen abgeteilten Strecken unterwegs und da lässt die Konzentration schon mal nach – so sehr, dass uns gelegentlich einer der anderen Testfahrer samt Fahrzeug quer vor die Stoßstange schlittert. Da hilft dann auch die sonore Stimme aus dem Funkgerät nicht mehr, mit unser Koordinator – nach Stunden auf der blanken Eisplatte ordentlich durchgefroren (danke, Christian!) – versucht, uns einigermaßen auf Spur zu halten. Nicht bei Laune, denn die einzelnen Disziplinen, die wir abwechselnd durchfahren sind so abwechslungsreich, wie die Straßensituationen in einem langen Winter.

Mehr Grip auf Schnee und Eis

Klar sind die Situationen auf Eis und Schnee, besonders in städtischen Räumen, zuletzt immer seltener geworden. Doch im Fall eines Falles ist ein griffiger, moderner Winterreifen die letzte Versicherung, bevor es richtig kracht. Bestenfalls kann er seine Qualitäten auch auf trockener oder nasser Fahrbahn so ausspielen, dass die entscheidenden letzten Meter Sicherheitsreserven für alle im eigenen Auto und andere Verkehrsteilnehmer verbleiben und vor Unfällen schützen.

Genau so ist es in der konzentrierten Praxis, sprich auf dem Testgelände: Zuerst gebe ich auf Kommando Vollgas, drücke das Gaspedal bis zum berühmten Bodenblech, der Motor heult auf. Doch der willige RAV4 kommt – bei ausgeschaltetem Allrad-Antrieb – irgendwie nicht von der Stelle, geschweige denn in Schwung. Das mag sicher an den eigens aufgezogenen Sommerreifen liegen, die auf dem Schnee jegliche Form der Traktion vermissen lassen. Doch mit sanftem Kupplungsspiel und Gefühl schiebt sich die Frontschürze dann doch allmählich immer schneller über die knirschende Schneefläche. Doch halt, bei 50 Kilometern pro Stunde ist bereits eine Vollbremsung angesagt!

Die Unterschiede zwischen Sommerreifen und Winterreifen hinsichtlich des Bremsweges zeigt anschaulich die folgende Infografik:

Sommerreifen Winterreifen Bremsen Bremsweg Vergleich

– Quelle / Infografik: Reifenqualität – „Ich fahr‘ auf Nummer Sicher!“ 

Manche nennen es Bremsvorgang, hier könnte man entspannt zu Fuß neben dem blockierten kompakten SUV herlaufen. Denn es schiebt. Und schiebt. Und schiebt. Irgendwann steht der Wagen dann doch und verschont sogar die bunten Hütchen am improvisiert aufgeworfenen Wegesrand und die Nerven des Instruktors auf dem Beifahrersitz – hoffe ich. Auf diese Weise schaffe ich sogar die knackige U-Turn-Wendung am Ende des halben See-Feldes und schieße zurück in die Startzone, wo schon das kleine Bridgestone-Team gegen die kriechende Kälte herumhüpft.

Alltag auf winterlichen Straßen meistern

In der Lektion am Nachmittag ist das Fahren und Driften auf dem Rundkurs angesagt, um unsere Fähigkeiten beim Lastwechsel selbst einschätzen zu können und allmählich konzentriert zu steigern. Also geht’s rein in die kurvige Bahn, kurz vor der Spitze der Kurve gegengelenkt und mit – wenig – Gas für erneuten Schub kurz vor Ende der Biegung des Schnee-Flusses wieder heraus.

Wie ein perfekter Lastwechsel aussehen kann:

Winterreifen Sommerreifen Sicherheit Kurve Drifting Lastwechsel

– Quelle / Grafik: vanishingpoint

Mittags um zwei erreicht die schüchtern hervorblitzende Sonne ihren spürbar und sichtbar höchsten Stand, scheint kurz durch milchig-gläsernen Wolkenstreifen, um dann schon wieder zu sinken. Die meiste Zeit ist das Licht bläulich-fahl, lediglich aufgehellt durch die zitternden Xenon-Scheinwerfer der sechs Testfahrzeuge Toyota GT86, Toyota RAV4 und Lexus IS 300h. Um die Fracht auf vier Rädern bis zum Polarkreis zu transportieren, war der junge Fahrer des signalgelb-lackierten Autotransporters allein zwei Tage über Autobahnen, Fähren und Schotterpisten bis in den hohen Norden unterwegs. Dennoch ist ihm die Müdigkeit nicht anzumerken, als er gemeinsam mit den extra eingeflogenen Technikern von Bridgestone und Toyota die Wagen immer wieder solange hin und her rangiert, bis sie für das Fotomotiv passen, oder und bereitstellt, falls jemand ab der vorgezeichneten Pisten in einer Schneeverwerfung gelandet ist.

Von den besten Autofahrern lernen

In der Lektion am Nachmittag ist das Fahren und Driften auf dem Rundkurs angesagt, um unsere Fähigkeiten beim Lastwechsel selbst einschätzen zu können und allmählich konzentriert zu steigern. Also geht’s rein in die kurvige Bahn, kurz vor der Spitze der Kurve gegengelenkt und mit – wenig – Gas für erneuten Schub kurz vor Ende der Biegung des Schnee-Flusses wieder heraus.

Das geschieht zur Freude aller Testfahrer, denn die meisten Teilnehmer haben sich auf Anhieb zu einer fast schon eingeschworenen Gemeinschaft zusammengefunden. Eigentlich könnten sie in regionalen Mentalitäten unterschiedlicher kaum sein, so bunt zusammengewürfelt ist die Gruppe aus Hamburg, Köln, Frankfurt, Regensburg und Berchtesgarden. Doch eines eint sie: die Leidenschaft des Autofahrens und die einzigartige Gelegenheit zu nutzen, dies jenseits von Fahrbahnbegrenzungen und physischen Kräfte auszuprobieren, die der Winter mit Wind, Schnee und Eis üblicherweise bereithält.

Und wieder haben wir am Nachmittag die Winterjacken gegen Schnee-Overalls eingetauscht und sind von Lexus und Toyota mit Lamellenbereifung auf geduldige Ketten umgestiegen. Gegen 16 Uhr ist es schon beinahe stockfinster um mich herum, bei minus 20 Grad Celsius, rund 1.000 Kilometer nördlich von Helsinki und läppische 40 Kilometer bis zur Grenze nach Russland. Um den Moment zu genießen, ziehe ich den Sicherungsstift meines Skidoo, um den Motor abzustellen. Und jedes Geräusch auf dem Hochplateau, mitten im Nichts, scheint verschluckt.

#

Das folgende Video ist bei einer früheren Lappland-Aktion von Bridgestone, AutoBILD, Lexus und Toyota entstanden und zeigt anschaulich Impressionen einer Drivers‘ Experience:

– Quelle: YouTube

____________________

Disclaimer:
Bridgestone Deutschland hat mich zur Teilnahme an der Winterreifen-Aktion zur Reise nach Finnland eingeladen und die Kosten übernommen.
Alle hier wiedergegebenen Äußerungen sind davon nicht betroffen – es wurde nichts für dieses Blogposting bezahlt.

Folgt Reifen Jäger auf Facebook, auf Twitter und auf Google+!

10 Gründe, jetzt auf neue Sommerreifen zu wechseln

Sichere SommereifenNachdem heute in Oberbayern der sonnigste und wärmste Tag des Jahres war, möchten wir allen, die in Rosenheim und in der Region Chiemgau noch mit dem Reifenwechsel zögern, gute Gründe für den Reifenwechsel und alle zugehörigen Serviceleistungen liefern. Hier und da kann es zwar noch etwas Schneefall geben (vielleicht für Orte, die über 1.000 m hoch liegen), doch Straßen und Luft sind inzwischen so frühlingshaft erwärmt, dass ein Umstieg auf Sommerreifen lohnt. Dabei macht die viel zitierte Faustregel „Von Oktober bis Ostern“ beim Einsatz von Winterreifen überhaupt keinen Sinn. Neben den schwankenden meteorologischen Aspekten haben moderne Sommerreifen genug Sicherheitsreserven, um auch bei einsetzenden Schauer, egal ob Regen oder Graupel, das Fahrzeug im Handling gut steuerbar zu machen und den Bremsweg auf nasser Fahrbahn so kurz wie möglich zu halten, eine ausreichende Reaktion des Fahrers vorausgesetzt.

Ihr wisst bestimmt eine Menge über den rechtzeitigen Reifenwechsel und auch der eine oder andere hiesiege Reifenhändler hat ein paar Ratschläge auf Lager.
Um Euch zu helfen, jetzt die passende Entscheidung zu treffen, sind hier

10 Tipps für die Entscheidung zum Wechsel auf gute und sparsame Sommerreifen

  • Die Tagestemperaturen überschreiten jetzt im Schnitt schon 5 Grad Celsius.
  • Es gab seit mindestens einer Woche keinen Nachtfrost mehr. Am frühen Morgen ist kein Reif, der sich nachts gebildet hat, mehr auf den Straßen vorhanden.
  • Es werden für die nächsten Tage und Wochen keine andauernden Frostperioden mehr vorhergesagt.
  • Die Straßen in der vorwiegend befahrenen Region bei uns in Oberbayern sind inzwischen schnee- und eisfrei. Seitdem sind Winterreifen, wie auch generell in Deutschland, daher nicht mehr vorgeschrieben.
  • Sehr gute Sommerreifen haben auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt  ein vergleichsweise ausreichendes Bremsverhalten. Bei früheren Reifentests würden teilweise kürzere Bremswege als bei Winterreifen gemessen. Dennoch empfehlen wir generell auf Sommerreifen zu wechseln, weil sie auf der vorherrschenden trockenen Fahrbahn besser greifen und bei Nässe bei zu handeln sind.
  • Sommerreifen müssen grundsätzlich ausgewuchtet werden. Selbst nach einem Auswuchten der Reifen vor der Sommersaison im letzten Jahr bzw. beim letzten Reifenwechsel von Winterreifen auf die momentan noch eingelagerten Sommerreifen haben sich die Fahreigenschaften der Reifen infolge der gefahrenen Strecke verändert: Sie sind unterschiedlich abgefahren und die Gewichtung ist anders. Das kann dazu beitragen, dass die beim Fahren sogenannte „Schläge“ bemerkbar werden, die sich sogar auf die Lenkung auswirken. Wie gewohnt, erledigen wir diesen technischen Service für jeden Reifen auf Wunsch fachgerecht vor dem Reifenwechsel mithilfe unserer Spezialgeräte.
  • Oft bilden sich durch die Straßenverhältnisse feine Risse im Reifen oder an den Felgen entstehen kleine Beulen oder scharfe Kanten, die in den Reifen hineinragen und diesen schnell verschleißen lassen oder direkt beschädigen können. Diese ungewollten Veränderungen wirken sichtbar oder unsichtbar auf die momentan aufgezogenen Reifen ein.
  • Als besonderen Service prüfen Eure eingelagerten Reifen und Felgen vor jedem Wechsel mit kritischem Blick. Diese Sichtprüfung kann dafür sorgen, dass unliebsame Überraschungen zumindest seltener auftreten. – Fragt bitte auch andere Kunden nach Ihren Erfahrungen mit unserem Reifenservice!
  • In dieser Saison sind innovative, spritsparende und dank geringem Rollwiderstand leise Sommerreifen verfügbar. Dieser Trend setzt sich bereits seit dem letzten Jahr fort, doch inzwischen sind die Modelle nochmals in einigen Punkten wesentlich verbessert worden. Die Reifenhersteller haben unter anderem die Technologie des Reifen-Aufbaus überarbeitet, das  Reifen-Gewicht nochmals teilweise erheblich verringert und setzen neuartige Nano-Gummimischungen ein, die bereits erfolgreich getestet wurden. Auch der Rollwiderstand, der auch für die Geräuschentwicklung im Fahrzeug verantwortlich ist, konnte bei einigen Fabrikaten soweit gesenkt werden, dass diese beinahe 20 Prozent leichter laufen!
  • Sommerreifen sollten bei 3 Millimetern Restprofil nicht mehr aufgezogen und ausgetauscht werden. Gesetzlich ist eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern vorgeschrieben. Leicht erkennbar ist dies an den sogenannten Abnutzungsindikatoren am Reifen: Wenn die farblich deutlich gekennzeichneten Abschnitte in den Rillen sichtbar werden, wird es höchste Zeit, darüber nachzudenken, auf sichere, neue Reifen zu wechseln. Gegenüber Neureifen verlieren die alten Reifen bei einem Wasserfilm auf der Straße, das zu gefährlichem Aquaplaning führen kann, rund 80 Prozent an Sicherheit. Mit anderen Worten: Das Auto kann in 4 von 5 solchen Situationen ungewollt in Schleudern geraten. Wir möchten, dass Ihr sicher ankommt!
  • Ihr habt spezielle Felgen aus Stahl oder Alu für den Gebrauch im Winter? Dann wird es Zeit, den Rädern eine Schonzeit zu gewähren. Zudem sehen geschmackvolle Alufelgen für die Sommerreifen, glänzend oder matt, einfach besser aus, wenn sie in den Sonnenstrahlen des Frühlings funkeln. Wir empfehlen Euch übrigens, die Reifen nicht immer von ein und demselben Felgensatz abzuziehen und die Sommerreifen auf die gleichen Felgen wieder aufzuziehen. Diese Investition, bei der wir Euch gern beraten, schont nicht nur Euren Geldbeutel, sondern sorgt auch für die Möglichkeit, im Winter robustere und wesentlich geeignetere Felgen einzusetzen.

Doch aufgepasst: Alle Autofahrer, die noch eine eine Reise ins benachbarte Österreich vorhaben, besonders in die höheren Lagen der Alpen, so etwa zum Skifahren, sollten bis zum 15. April noch nicht auf ihre Winterbereifung verzichten. Den gesetzlichen Regelungen entsprechend darf erst danach auf Sommerreifen gewechselt werden. Wer bis dahin auf verschneiten Straßen mit Sommerreifen erwischt wird, muss mit einem entsprechenden Bußgeld rechnen.
Folgt Reifen Jäger auf Facebook, auf Twitter und auf Google+!