Die 6 besten Tipps zum Kauf von Sommerreifen

Ostern steht vor der Tür und es wird Zeit, von Winterreifen auf Sommerreifen zu wechseln. Ein Auswahlkriterium für den Kauf neuer Reifen zur Reisezeit, ist oft, wie günstig ein Modell erhältlich ist. Noch wichtiger bei der Wahl neuer Reifen ist es, solche Fehler zu vermeiden, die selbst erfahrene Autofahrer oft noch allzu häufig machen. Welche diese sind, stellen wir hier vor.

Sommerreifen

1. Billige, haltbare, sichere Universalreifen gibt es: nicht

Die am weitesten verbreitete Annahme ist der Wunsch nach einem Sommerreifen, der alles kann: der sowohl ein sicheres Profil hat als auch komfortabel und ruhig ist. Einerseits guter Grip, andererseits sehr haltbar, zudem darf es gern ein möglichst billiger Reifen sein, der aber auf Straßen lange laufen muss.

Leider niemand hat es noch kein Reifenhersteller geschafft, einen derartig universellen Reifen zu erfinden, der all diese Eigenschaften in sich vereint.Nebenbei bemerkt, widersprechen manchmal sogar einige Eigenschaften bereits einander. Wichtig ist daher, zu entscheiden, welche Eigenschaften eines Reifen tatsächlich am wichtigsten sind und welche am ehesten verzichtbar bleiben könnten.

2. Reifen: Marke „billig“

Im Prinzip das Gegenteil vom ersten Auswahlkriterium: Einige Fahrer kaufen Reifen nur entlang eines einzigen Leitmotivs. Dies ist in der Regel der Preis, dazu vielleicht noch Optik, Laufgeräusch oder nur die Bekanntheit der Reifenmarke. Tatsächlich sollten Sommerreifen aber viele Punkte erfüllen, vor allem Sicherheit, Handling, Zuverlässigkeit, Effizienz und Komfort.

Im Internet gibt es zahlreiche neue Plattformen für Neureifen, bei denen Markenreifen für den Sommer sehr billig verfügbar sind – jedoch ohne jede Beratung für die passenden Größe einer Automarke. Dabei ist es viel wichtiger, einen Sommerreifen auszuwählen, dessen Fabrikat und Format am besten zum Auto passen. Zudem fehlen oft auch Services wie das sachgerechte Montieren, passende Auswuchten und Rücknahme für eine umweltgerechte Entsorgung, die online nicht angeboten werden.

3. Reifentests und anderes Hörensagen

Bei der Wahl neuer Reifen, ist es sinnvoll, die Ergebnisse von Tests, Bewertungen und hier und da Einschätzungen von anderen Fahrer zu kennen. Die Hauptsache hierbei ist, nicht extrem fallen: manchmal sind die Käufer vertraut zu fremd Bewertungen, ignorieren andere Informationsquellen. Denken Sie daran, der Fahrer verlassen eine Antwort, ein anderes Auto, eine andere Fahrweise und andere Gewohnheiten. Und vielleicht andere Vorstellungen davon, was sollte der ideale Reifen sein.

4. Fahr-Gewohnheiten first

Bei allem, was das Budget für die Anschaffung vor dem Reifenwechsel ausmacht: Persönliche Fahrweise, Erfahrungen auf kurzer und langer Strecke, Gewohnheiten im Alltag und auf Reisen, und besondere Vorlieben dürfen nicht vergessen werden. Liebhaber von Komfort während der Autofahrt müssen nicht unbedingt Freunde von Niederquerschnitt-Reifen oder Runflat-Modellen sein. Anfänger, die sich nicht ganz sicher hinter dem Lenkrad fühlen und noch kein Gefühl für bestimmte Fahrsituationen haben, werden vom Charme hochmoderner Sportreifen nicht erreicht werden.

5. Der breiteste Sommerreifen muss nicht der beste sein

Natürlich ist es beim Reifenkauf wichtig, nicht nur an eigene Präferenzen zu denken, sondern auch an die Spezifikationen eines Reifens, damit er überhaupt zum Auto passt. Das Eine ist es, Reifen auszusuchen, die lange halten und nicht im Stich lassen. Das ist aber nicht zu verwechseln, was Dimension, Geschwindigkeitskategorie sowie Traglast sind. Einige Fahrer wählen Reifen mit höherer Belastung (XL / Extra Load), weil sie denken, mit solchen Reifen besser bestimmte Straßenverhältnisse zu bewältigen. Tatsächlich bedeutet XL einfach, dass diese Reifen die beste Kapazität haben – über die Stärke oder Widerstandsfähigkeit gegen Zerstörungen durch Steine oder Metallteile auf der Fahrbahn sagt dies praktisch nichts aus.

6. Was Du heute kannst besorgen: Neue Reifen sind sicherer

Zu guter Letzt:  Es bringt kaum etwas, für die Suche nach den passenden Reifen zu viel Zeit zu verwenden. Denn wenn die ersten warmen sonnigen Tage das Frühjahr einläuten (umgekehrt, wenn im Oktober der Raureif die Straßen überzieht oder die ersten Schneeflocken fallen), können schnell Wartezeiten entstehen.* Daher empfehlen wir, schon früh – am besten gleich zu Beginn der Saison – ein empfohlenes Reifenfabrikat und bei gängigen, für viele Automodelle verbreitete Größen zu bestellen, so dass auch sicher auf die gewünschten Reifen gewechselt werden kann.

*) Keine Regel ohne bewährte Ausnahme: Bei uns bekommt Ihr einen verbindlichen Termin für den Reifenwechsel – damit steigt die Vorfreude auf neue Reifen und Fahrspaß!

Neues EU-Reifenlabel: Nur Bremsverhalten, externes Rollgeräusch, Kraftstoffeffizienz getestet

Noch mehr Orientierung für den Verbraucher sollen die eigens von der Europäischen Union erarbeitete Reifen-Kennzeichnungspflicht bringen. Da neue Sommerreifen schon ab dem 1. Mai 2012 so gekennzeichnet werden dürfen, möchten Euch eine kurze Einführung zu diesem weiteren Logo geben, dass neben den zahlreichen Testsieger-Logos der Automobilclubs und Automagazine künftig standardmäßig im Reifenhandel auftauchen wird.

Ab November 2012 müssen Neureifen, die im europäischen Reifenhandel angeboten werden, von den Reifenherstellern ab Werk mit einem entsprechenden Aufkleber, den sogenannten EU-Reifenlabel, versehen sein. Diese zeigen in einer schematischen Darstellung die Einstufung des Reifens gemäß des Bremsverhaltens (der sogenannten Nasshaftung), seiner Kraftstoffeffizienz und dem externen Abrollgeräusch anhand entsprechender Hersteller-Tests. Die Klassifizierung reicht von A für sehr hohe Kraftstoffeffizienz bis G für geringe Spriteinsparung. Das EU-Reifenlabel kann dann für einen neuen Reifen beispielsweise so aussehen:

EU-Reifenlabel

– Quelle: Yokohama

In die Bewertung von Neureifen fließen drei Eigenschaften ein, die es dem Verbraucher auf grundlegende Weise ermöglichen, zu erkennen, welche Auswirkungen die Nutzung des Reifenmodells hat.

  • Die Nasshaftung – Gemessen wird die Fahrbahnhaftung des Reifens auf einer nassen Teststrecke im Vergleich zu einem bestimmten Vergleichsreifen. Je nach Abweichung vom Standardwert wird der Reifen einer Klasse zugeordnet.
  • Das externe Rollgeräusch – Hier wird der Geräuschpegel des Reifens gemessen, der auf einem rollenden Fahrzeug bei 80 km/h in dB(A) aufgezogen ist. Gefahren werden muss auf einer Strecke, deren Fahrbahn-Eigenschaften vorgegeben und daher stets gleich sein muss.
  • Die Kraftstoffeffizienz – Gemessen wird der Rollwiderstand des Reifens bei 80 km/h (in einer Versuchsanlage) bei 80% Belastung der maximalen Tragfähigkeit des Reifens. Je nachdem der Reifen abweicht, wird er in Klassen von A bis G eingeordnet.

Alle weiteren Aspekte, besonders solche, die die das Handling und die Sicherheit beim Fahren und Bremsen betreffen, werden nicht berücksichtigt. Diese wesentlichen Eigenschaften für Fahrsicherheit erfassen nur solche Reifentests, die umfassend weitere Reifeneigenschaften untersuchen. Der Österreichische Automobilclub (ÖAMTC) testet 19 (!) weitere Kriterien.

Das folgende Schaubild macht deutlich, wo der Verbraucher sich tatsächlich umfasend informieren kann – nämlich durch Reifentest-Veröffentlichungen und natürlich beim sachkundigen Reifenfachhändler:

EU-Reifenlabel Testkriterien Vergleich Reifentest

– Schaubild-Quelle: Das Reifenlabel 

Einige Experten für Reifen und Autotechnik haben das neue EU Label bereits im Vorfeld als unzureichend kritisiert. Der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV)  gibt für den Reifenkauf folgende Verhaltensweisen zu bedenken:

Die vermutlich wichtigsten Antworten auf viele Fragen der Reifenkunden zum neuen EU-Reifenetikett hat die Initiative „Das Reifenlabel“ vom BRV Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. und wdk Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e. V. in einer FAQ-Liste zusammengestellt.

Daneben bieten auch die Reifenhersteller eigene Informationen an, darunter (in alphabetischer Reihenfolge)

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Woran ein guter Reifenhändler – nicht nur in Rosenheim – zu erkennen ist

Reifen nur vom ReifenhändlerIhr kennt das Prozedere zum Reifenwechsel: Zwei Mal im Jahr, zur Sommersaison kurz vor Ostern – also jetzt – und meist im Oktober, ist es soweit: Anrufen, Termin vereinbaren, zum Reifenhändler fahren, auf die Reifenmontage warten – warten – warten, an die Kasse, fertig, los. Das ist der übliche Reifenservice, den ihr kennt, vielleicht sogar schon von Papa und aus Opa’s Zeiten. Doch bekommt Ihr tatsächlich das, was Ihr von einem optimalen Reifenservice erwarten könnt? Ist das Werkstattangebot einfach so wie es ist und Ihr habt vor dem Griff zum Telefon für die Terminvereinbarung nach aufwändiger Reifenpreis-Recherche schon Vorarbeit übernommen?

Wir haben uns Gedanken gemacht, was Ihr bei einem fachkundigen Reifenhändler und einer guten Reifenfachwerkstatt erwarten könnt und sollt.
Hier sind also unsere 10 ultimativen Punkte, auf die Ihr achten solltet, wenn’s um den Sommerreifen oder Winterreifen geht:

  • Euer Reifenhändler bietet Euch bei Kontaktaufnahme einen verbindlichen Termin für den gewünschten Reifenwechsel an.
  • Ihr habt konkrete Vorstellungen über ein Lieblingsprodukt, ein Reifen-Fabrikat, eine Preisvorstellung, die Reifendimension? Euer Reifenfachmann hat passend dazu eine Empfehlung für Euch.
  • Ihr habt in einem Automagazin oder bei einem Automobilclub wie ACE oder ADAC einen Testsieger gesehen? Euer Reifenfachmann hat darüber hinaus Tipps und kennt weitere Vorteile, die vielleicht sogar für einen alternativen Sommerreifen sprechen.
  • Ihr seid die Kraftstoffpreise leid, möchtet Sprit sparen und auf einen Eco-Reifen umsteigen? Euer Reifenhändler kennt passende Produkte, deren Eigenschaften, Handling und Sicherheit.
  • Es ist an der Zeit, Eure Reifen auszutauschen, weil das Profil abgefahren oder die Gummimischung langsam verhärtet ist? Eure Reifenwerkstatt entsorgt die Altreifen umweltgerecht.
  • Ihr seid digital und mobil mit Smartphone unterwegs und habt keine Zeit für Telefonate? Euer Reifenexperte ist natürlich schon auf Facebook und Twitter – per Telefon oder E-Mail sowieso zu erreichen.
  • Ihr könnt tagsüber nicht so einfach aus dem Büro oder vom Arbeitsplatz mit dem Auto zum Reifenwechsel verschwinden? Euer Reifenhändler bietet einen bequemen und zeitsparenden Hol- und Bring-Service. Und, voilá, Ihr fahrt – ohne Aufwand bis auf die Schlüsselübergabe – auf den Sommerreifen wieder heim.
  • Ihr habt keinen Platz für die Winterreifen in der Garage oder im Keller? Kein Problem, die fachmännische Einlagerung übernimmt Eure Reifenwerkstatt.
  • Ihr möchtet diese Sache mit dem Handling, dem Grip und den Lamellen ganz genau wissen? Fragt Euren Reifenprofi! Bestenfalls ist er Rennfahrer und hat Kerosin im Blut.
  • Ihr möchtet sehen, was beim Reifenwechsel passiert? Kein Problem – und herzlich wilkommen: Nehmt Euch einen Keks und Platz auf der Couch.

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